CDU Gemeindeverband Sandhausen
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Unsere Meinung
06.09.2020, 13:22 Uhr Übersicht | Drucken

Kinderreiche Gemeinde Sandhausen bedeutet Zukunft

 "Sandhausen hat viele Kinder, das bedeutet Zukunft" - so wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung die Stellungnahme des Fraktionsvorsitzenden Uwe Herzog zum Tagesordnungspunkt "Kindergarten- und Schülerbetreuungsplan 2020/2021" eingeleitet. Und darauf kann die Sandhäuser Gemeinde auch stolz sein. Denn ohne einen starken Nachwuchs sähe das Leben miteinander in einigen Jahren doch etwas mau aus.

 

Bis zu 905 Kinder können im Jahr 2020/2021 in Sandhausen betreut werden. Und das lässt sich die Gemeinde Sandhausen natürlich auch einiges kosten: Während sich die Gesamtkosten der Kinder- und Schülerbetreuung in Sandhausen im Jahre 2010 noch unter der Grenze von vier Millionen Euro hielten, belaufen sich die Gesamtkosten im Jahre 2020 auf knapp über 8,5 Millionen Euro. Immer höhere Personal- bzw. Betreuungsschlüssel, aber auch weitergehende Anforderungen von Bund und Land führten hierzu. In der Folge kann Sandhausen allen Eltern mit Kindern bis zu einem Alter von sechs Jahren einen Betreuungsplatz anbieten.

 

Einziger Wermutstropfen im Rahmen der Sandhäuser Kinderbetreuung stellt zum jetzigen Zeitpunkt die Sandhäuser Schülerbetreuung dar. Insgesamt können hier momentan bis zu 204 Kinder und Jugendliche betreut werden. Dennoch besteht hier eine Warteliste, da einigen Wenigen zum jetzigen Zeitpunkt noch kein nachschulischer Betreuungsplatz angeboten werden kann. Erfahrungsgemäß reduziert sich dieser Bedarf jedoch nochmals deutlich bis zum Schulbeginn, da hiermit auch der neue Stundenplan bekannt wird. Sobald sich dadurch begründet Kündigungen ergeben, werden die Plätze unverzüglich den Kindern auf der Warteliste angeboten. Am Beispiel der Bedarfsplanung aus dem Jahr 2019/2020 kann sich die Bedarfsdeckungsquote innerhalb nur weniger Monate wie folgt entwickeln: Diese belief sich im Juni 2019 auf ca. 86 Prozent. Nach Erweiterungen im Angebot konnte die Gemeinde Sandhausen diese Bedarfsdeckungsquote nochmals beeindruckend erhöhen, da nun 99 Prozent der Kinder, die auf der Warteliste standen, ein Betreuungsangebot gemacht werden konnte.

 

Im Schuljahr 2020/2021 sollen ferner einige der vorhandenen Plätze im zeitlichen Angebot erweitert werden, sodass hier eine Anpassung an den elterlichen Bedarf erfolgt. Vor eine Herausforderung wurde in diesem Jahr die Gemeinde Sandhausen jedoch durch die geburtenstarken Jahrgänge der vergangenen Jahre gestellt. "So wurden im letzten Schuljahr 2019/2020 an unserer Theodor-Heuss-Grundschule sechs neue Klassen eingeschult. Auch im Schuljahr 2020/2021 werden wieder fünf erste Klassen eingeschult", stellte Gemeinderätin Nicole Heidinger in der vorletzten Gemeinderatssitzung fest. Dadurch werden zum neuen Schuljahr zusätzliche Räumlichkeiten zur Beschulung der Erstklässler benötigt. Schnell einigten sich Gemeinde und Grundschulspitze dazu, zwei für die Betreuung der Grundschüler genutzten Räume, welche sich in der Grundschule befinden, nun für die Beschulung der Erstklässler zu nutzen. Folglich fehlten diese zwei Räumlichkeiten für die Betreuung der Grundschüler.

Um diese Freiwilligkeitsleistung jedoch weiterhin anbieten zu können, begab sich die Gemeinde Sandhausen umgehend auf die Suche nach neuen Örtlichkeiten und wurde in den Räumlichkeiten der Volksbank Kurpfalz in der Waldstraße fündig. Für die Nutzung dieser Räume wurde bereits ein Antrag auf Nutzungsänderung beim Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises gestellt. Angedacht ist eine Mietdauer von 10 Jahren, mit der zweimaligen Option jeweils um 5 Jahre zu verlängern. Als größter Vorteil dieser Lösung ist die direkte Erreichbarkeit dieser Räumlichkeiten über die Treppe im hinteren Bereich des Schulhofs hervorzuheben. Somit muss von den Sandhäuser Grundschülern keine Straße überquert werden.

 

 



 Folglich kann festgehalten werden, dass sich im Rahmen der Schülerbetreuung etwas tut, um diese zu optimieren. Die Gemeindeverwaltung ist hier stets auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten und lässt sich in der Kontinuität qualitativer und quantitativer Betreuung nicht davon beirren, dass es sich dabei "nur" um eine Freiwilligkeitsleistung handelt. Dies soll und muss auch der Anspruch einer kinderreichen Gemeinde wie Sandhausen sein. Damit optimale Bedingungen geschaffen werden können, ist aber auch ein solidarisches Handeln der Eltern gefordert. So bat Gemeinderat Herzog darum, die "Nichtwahrnehmung eines Betreuungsplatzes frühstmöglich bei der Verwaltung zu melden, um den auf der Warteliste befindlichen Kindern einen Betreuungsplatz anbieten zu können".

 

Zum Abschluss soll noch auf Folgendes aufmerksam gemacht werden: In Sandhausen gibt es inzwischen einige Tagesmütter, die eine nachschulische Betreuung anbieten. Den Tagesmüttern sei hier durch die CDU-Fraktion ein großer Dank ausgesprochen, da auch Sie sich der wichtigen Aufgabe kindlicher und jugendlicher Betreuung annehmen und bei der Erziehung junger Sandhäuserinnen und Sandhäuser mitwirken! 

nh, uh



 
   
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