Stellungnahme zur Bedarfsplanung der Krippen-, Kindergarten- und Schulkindbetreuung 2026/2027
„Die Kinderbetreuung ist und bleibt eine der wichtigsten Aufgaben in der kommunalen Daseinsfürsorge, um auch weiterhin für junge Familien attraktiv zu bleiben"
Zunächst gilt unser Dank der überaus verständlichen Darstellung der Bedarfsplanung der Kinderbetreuung durch die Sachgebietsleiterin „Kinderbetreuung“ Frau Frackenpohl.
Uns ist wichtig, dass wir als Gemeinde ein zukunftsfähiges, an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürgern orientiertes Betreuungsangebot anbieten können.
Bei den Kindertagesstätten ist uns das vielfältige Angebot, egal ob kommunaler, konfessioneller oder freier Träger, wichtig.
An dieser Stelle gilt auch unser Dank den verschiedenen Trägern: der katholischen Kirchengemeinde, der evangelischen Kirchengemeinde und Postillion e. V.
In der Kinderbetreuung gibt es immer neue Herausforderungen wie u. a. Kinder mit besonderem Förderbedarf, aber auch einen Fachkräftemangel.
Lobend zu erwähnen, sind die Bemühungen der Verwaltung, diesem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Die Vergabe der Plätze durch die Online-Plattform „Kita-Data-Webhouse“ hat sich mittlerweile trägerübergreifend etabliert.
Dass der Bedarf immer wieder angepasst wird, erkennt man u. a. an der Umwandlung einer Krippengruppe in eine reguläre Kindergartengruppe in der Kita Abenteuerland oder an der vorübergehenden Stilllegung einer Krippengruppe im Wirbelwind.
Wie sich der Bedarf langfristig entwickelt, kann man aktuell nur vermuten.
Aktuell ist ein Rückgang im Alter von 0-6 Jahren aufgrund sinkender Geburtenraten vorhergesagt.
Die Quantität hat aber nichts mit der Qualität zu tun.
So ist es uns auch ein Anliegen, dass die bestehenden Kindergärten gut ausgestattet sind. Auch sollten baulich in die Jahre gekommene Kindergärten wie beispielsweise der Kindergarten St. Elisabeth, neben dem Wirbelwind, der zahlenmäßig größte, zukunftsfähig gemacht werden.
Hier sollte gemeinsam mit der katholischen Kirche eine Lösung gefunden werden.
Wie wir gehört haben, sind wir im Krippenbereich und Kindergartenbereich zahlenmäßig gut aufgestellt.
Es wird reagiert: Falls Bedarf besteht, wird geprüft, ob eine weitere Kindergartengruppe sinnvoll ist.
Die Schülerbetreuung ist durch den Ganztagesbetreuungsanspruch im Wandel.
Bemerkenswert ist, dass im Schuljahr 2025/2026 alle Anfragen für einen Platz in der kommunalen Schülerbetreuung bedient werden konnten. Diese wurde in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut.
Um den Bedarf für die kommenden Erstklässler im Schuljahr 2026/27 während der Schulzeit und während der Ferien zu ermitteln, gab es bei den Eltern eine benutzerfreundliche Abfrage.
Die sinnvolle Zentralisierung der Schülerbetreuung wird weiter vorangetrieben.
Bei der Betrachtung der Unterlagen fällt auf, dass die Gesamtkosten in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen sind. So werden wir in dem anschließenden Tagesordnungspunkt über die Gebührenanpassung im Bereich Kinderbetreuung entscheiden müssen.
Positiv sehen wir die vielfältigen Ziele, die sich die Verwaltung vornimmt.
Was gerade die letzten Tage gezeigt haben, dass ein Hitzeschutzkonzept notwendig ist.
Wie aus der Vorlage zu lesen ist, wird trägerübergreifend das Thema Hitzeschutz im Jahr 2026 explizit betrachtet.
Wir begrüßen es, dass angedacht ist, Mittel für den Hitzeschutz im Haushalt 2027 einzuplanen.
Auch bei uns hat das Thema Kinderbetreuung natürlich einen hohen Stellenwert.
So finden wir es durchaus positiv, dass die Verwaltung mit dem Sachgebiet Kinderbetreuung dabei ist, in den kommenden Jahren die Betreuungslandschaft qualitativ weiterzuentwickeln.“
Die CDU-Fraktion hat der Bedarfsplanung der Krippen-, Kindergarten- und Schulkindbetreuung 2026/27 zugestimmt.
Im anschließenden Tagesordnungspunkt ging es um die Anpassung der Kinder- und Schülerbetreuungsgebühren ab dem 01.09.2026 und 01.09.2027. Diese wurde vom gesamten Gemeinderat einstimmig beschlossen und somit ist man dem Vorschlag der Verwaltung, einer Erhöhung gemäß dem Landesrichtsatz (2026/2027: 4,5 Prozent, 2027/2028: 4,0 Prozent), gefolgt.
Diese Erhöhung wird mit Tarifsteigerungen und allgemeinen Kostensteigerungen begründet. Der Kostendeckungsgrad durch Elternbeiträge liegt bei 20 Prozent. Die Gemeinde finanziert somit auch weiterhin einen Großteil der Gesamtkosten im Bereich der Kinderbetreuung.
Für die CDU-Fraktion, Michael Herzog